Die Hex fliegt wieder

Nach einigen Monaten Umbauphase strahlt die Ellmauer Hex in ihrem von weit erkennbaren Rot wieder vom Dach des Traditionslokals. Mit dabei hat sie einen neuen Bereich für die Gäste, jede Menge Technik und eine erweiterte Speisekarte.
Seit nunmehr 20 Jahren besteht das urige Hexenhäusl direkt an der Talstation der Hartkaiserbahn, stetige Erneuerungen gehören zum Konzept der Ellmauer Hex. Im letzten Jahr entschieden sich die zwei Betreiber Christoph und Albert Kirchner dem Lokal einen neuen Anstrich zu verpassen. Doch nicht nur der Ästhetik wegen, in den letzten Jahren platzte das Lokal aufgrund des hohen Andrangs der Gäste regelrecht aus den Nähten.

HOLZ UND STEIN

»Ich sage immer, dass ist deine Zukunft«, schaut Albert zu seinem Sohn. »Ich werde ihm aber helfen, solange ich kann. Und auch, wenn ich nur die Tische abräume. « Seit rund fünf Jahren ist das Vater-Sohn-Gespann gemeinsam im Betrieb, Reibereien gab es seither wenige. »Christoph hat auch beim Umbau viel entschieden. Immerhin weiß er, was die jungen Leute wollen«, lacht Albert. »Man muss es für die Jugend einrichten.« Die neue Einrichtung dürfte aber der jüngeren wie auch der älteren Generation durchaus gut gefallen: wo vorher eine Glasfassade war, ist nun eine Holzwand. Und wiederum vor dieser befindet sich eine hochmoderne Bar, die auch für das Personal keine Wünsche offen lässt. Im neuen Bereich wollte man vom Design her keinen anderen Stil als nebenan einschlagen, ein ästhetisches Gesamtkonzept führt Neu und Alt zusammen. »Einen Unterschied kann man aber erkennen: wir haben überall Altholz, draußen ist aber mehr Stein und Glas. Ein wenig moderner eben«, gibt Albert Bescheid. »Viele Leute meinten in der Wintersaison aber, das alles schon

Ästhetik und Funktion

Dabei überzeugt die neue Gestaltung mit einer perfekten Funktion: durch die Glastüre können zwei unterschiedliche Räume angeboten werden. »Wir haben es drinnen so gemacht, dass wir die Türe öffnen oder schließen können – je nach Bedarf«, sagt Christoph. Sein Vater ergänzt: »Und oftmals mögen die älteren Gäste auch nicht mehr die Lautstärke vom Après-Ski. Sie können sich dann gemütlich in den anderen Bereich setzen. Man kann in beiden Räumen unterschiedliche Musik spielen. Obwohl wir im Winter ohnehin wöchentlich moderne Live-Musik haben.« Ebenso für private Feiern jeglicher Art kann der Zubau gebucht werden. »Wir hätten aber vorher nie unsere Stammleute oder die Einheimischen ausgesperrt, wenn Gäste die ganze Hütte buchen wollten«, gibt Christoph zu verstehen.
»Im Sommer werden wir beide Räume offen haben, von beiden kommt man auch zur Terrasse hinaus.« Neben den technischen Funktionen – es wurde unter anderem ein neues Licht- und Tonsystem installiert – sind noch zwei Aspekte neu: zum einen die erweiterte Speisekarte und zum anderen die neuen Öffnungszeiten im Sommer. Mit dem Umbau wurde somit eine neue Gastronomieküche im hinteren Bereich implementiert, ein eigens angestellter Koch sorgt nun für das leibliche Wohl der Gäste. Neben Hüttenspezialitäten wie Kässpätzle oder Kaiserschmarren stehen auch leichtere Gerichte auf der Karte. »20 Jahre lang haben wir im Sommer immer sonntags Ruhetag gehabt, jetzt ist es aber der Dienstag«, informiert Christoph. Im Winter hat die Elbmauer Hex jeden Tg geöffnet.

»Der Umbau hat sich auf jeden Fall ausgezahlt. Wir könnten es uns gar nicht mehr anders vorstellen.«

Christoph und Albert Kirchner, Inhaber Ellmauer Hex

Inhaber Ellmauer Hex

Foto: GPhoto/Martin Guggenberger

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