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Silbernes Lieblings-Oachkatzl

Die Wilde Kaiserin

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Silbernes Lieblings-Oachkatzl

Sandra Eichhorn, Wirtin des Oachkatzl in Ellmau, errang mit ihrem Team den zweiten Platz bei der Suche nach dem beliebtesten Wirt Tirols 2020.

TEXT: Adriane Gamper FOTO: GPHOTO/Günther Fankhauser

»Ich wusste gar nicht, was los war. Auf einmal rief mich eine Frau von der Wirtschaftskammer an und sagte, dass sie ein Foto von mir benötigt. Ich glaube, ich habe sie dreimal gefragt, worum es eigentlich geht, da ich es nicht glauben konnte.« Sandra Eichhorn lacht heute noch über den Anruf, bei dem sie erfuhr, dass sie in der Vorauswahl der »Krone Wirte Wahl« unter die Top Ten gewählt worden war und damit um den Titel »Lieblingswirt« mitkämpfte. »Das war die Überraschung, denn ich wusste nicht einmal, dass wir nominiert worden waren. Und dann hieß es natürlich Stimmen mobilisieren, um bei dem Online-Voting um den Sieg möglichst weit nach vorne zu kommen. Es war irrsinnig spannend und ich bin schon sehr stolz, dass wir den zweiten Platz erreicht haben.« Das »wir« betont Sandra ganz bewusst, denn ihr ist klar, dass diese hervorragende Platzierung nicht alleine ihr Verdienst ist.

Tausche Nadel und Faden gegen Bier und Wein

Seit sie 17 ist, steht Sandra Eichhorn hinter der Bar und das, obwohl sie eigentlich Schneiderin gelernt hat. »Bars haben mich schon sehr früh angezogen. Wenn wir abends unterwegs waren, war ich immer diejenige, die im Barbereich stand und mit dem Kellner quatschte. Beim Gläser waschen zu helfen hat mir sogar Spaß gemacht«, Sandra schmunzelt, wenn sie an ihre Lokal-Anfänge denkt. »Es ist dieser Umgang mit Menschen, der mich anspricht, den ich liebe. Wenn du 14,15 Stunden im Lokal stehst, musst du das auch mögen. Sonst ist der Beruf nichts für dich.« Schon bald hat sie mit Sandys Disco – Bar ihr eigenes Lokal. Bis sie 2017 Musik und Nachtleben gegen Kulinarik tauscht und das Oachkatzl eröffnet. »Unser Ziel war ein gemütliches Lokal mit Stil und doch einer gehörigen Portion Extravaganz.« Das Oachkatzl wurde zum Markenzeichen.

»Ratzngift« als Zutat zur Wahl des Lieblingswirts

Dicke, rustikale Holztische mit extravaganten Stehern aus poliertem Metall. Unzählige kleine Holzblöcke, die über der Bar von der Decke hängen. Moderne Leuchtbänder, die die Bar und die Decke scheinbar schweben lassen. Rustikale Holzwände und Kassettendecke im echten Tiroler Wirtshauseck. Außergewöhnliche, unregelmäßig hohe Lehnen bei den Sitzgruppen im stylischen Loungebereich. So wie die Optik ist auch die Kulinarik im Oachkatzl eine Mischung aus Tradition und Innovation. Von den würzigen Käsespätzle bis zum Mangosorbet mit Prosecco oder Vodka. »Wir liefern Tiroler Wirtshaustradition mit Pepp.« Und so entstanden auch Events wie die jährliche große Brunch-Geburtstagsparty mit Live-Musik zum Jahrestag der Eröffnung am 16. Dezember oder das Krimidinner »Wildschweingulasch,Ratzngift und Co«. »Die Idee eines solchen Krimidinners bestand schon lang. Im Vorjahr war es dann so weit. Eigentlich waren zwei Veranstaltungen geplant, die waren aber so schnell reserviert, dass wir noch eine dritte eingeschoben haben. Solche Veranstaltungen tragen sicher auch zu unserem Erfolg bei«, erklärt die Wirtin.

Sieben im Zug

»Es heißt zwar Lieblingswirt, aber ganz ehrlich, ein Lokal steht und fällt mit seinem Team. Du kannst den besten Koch haben, wenn der Kellner nichts taugt, werden die Gäste mit der Zeit ausbleiben und auch umgekehrt.« Alles muss passen, wie Sandra erklärt. »Das Team muss harmonieren und perfekt aufeinander abgestimmt sein, nur dann macht die Arbeit in der Gastronomie so richtig Spaß und nur dann sind die Gäste begeistert. So ist mir auch ganz klar, dass ich den Titel nicht alleine gewonnen habe, das waren wir alle zusammen. Und natürlich geht da auch ein großes Danke an alle, die für uns gevotet haben.« Und so ging es auch nicht alleine sondern zu siebt, gemeinsam mit der gesamten Mannschaft, mit dem Zug nach Wien, wo Sandra und ihr Mann Dominik die Ehrung in der Wirtschaftskammer entgegennahmen. Die Gäste mussten an diesem einen Tag auf ihre Lieblingswirtin und ihr Team verzichten, doch nach einer durchfeierten Nacht brodelte es wieder in den Kochtöpfen des Oachkatzl.

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