Ein halbes Jahrhundert.

Der Sportclub Going feiert heuer sein 50-jähriges Jubiläum. Seit der Gründung im Jahre 1969 hat sich viel getan, wir blicken auf die Geschichte und die Höhepunkte des Traditionsvereines zurück und geben Einblick in das Vereinsleben des Fußballvereines am Fuße des Wilden Kaisers.
Der Sportclub Going hat heuer einiges zu feiern. Immerhin wurde er vor einem halben Jahrhundert gegründet und hat seitdem viel erlebt. Es war der 4. Dezember 1969, als der SC Going aus der Taufe gehoben wurde. In mehreren Sitzungen wurden die Grundlagen des neuen Vereins festgelegt und an dem Tag besiegelt. Die Gründungsmitglieder waren der damalige Obmann Horst Grottenthaler, Hermann Trixl, Josef Lang, Manfred
Wopfner, Franz Puckl, Jakob Pirchl, Gerold Erber und Erich Astl. Genau genommen begann alles bereits 1950. Damals wurde der Untere Blaichanger gepachtet, um dort die Fläche als Schulturnplatz zu verwenden und den Grundstein für den Sportclub zu legen. Danach spielte der Verein seine Begegnungen am Sportplatz hinter der Volksschule. Hier wurden zwischen 1969 und 1972 die Vereinsmeisterschaf
ten und Freundschaftsspiele ausgetragen. Doch der Sportclub wuchs und es musste eine neue Stätte gefunden werden. 1972 war es dann so weit, die Gemeinde kaufte ein Grundstück im Ortsteil Höhenleit und ließ darauf einen Sportplatz errichten. Ein Holzstadel wurde zu Umkleidekabinen mit sanitären Anlagen umgebaut und mit viel Hilfe und Ausdauer wurde der neue Sportplatz in Windeseile errichtet.
Im gleichen Jahr folgte auch die Aufnahme in den Tiroler Fußballverband. Am 30. Mai war es dann so weit: Der SC Going war offizielles Mitglied des Fußballverbandes und konnte in die Meisterschaft in der 2. Klasse Ost eingreifen. In den folgenden Jahren folgten einige Höhepunkte, an die sich die alteingesessenen Fußballfans noch gerne zurückerinnern: Zweimal konnte die Mannschaft in den 80er- und 90er-Jahren die Meisterschaft nach Going holen, 1983-84 und 1998-99. Die Feiern dazu sind bis heute unvergesslich.

Neues Stadion WildeR Kaiser

Der Verein wurde mit den Jahren immer größer und wuchs zu einem beachtlichen Sportverein am Wilden Kaiser heran. Besonders die Jugend drängte vermehrt zum Fußball und so wurde nach und nach der Fußballplatz Höhenleit zu klein für einen Fußballbetrieb sämtlicher Teams und Altersklassen. Die Gemeinde war wieder auf der Suche nach einem neuen, größeren und geeigneten Standort. 1999 folgte der Spatenstich und nach zwei Jahren Bauzeit wurde der neue Sportplatz eingeweiht. Genauer gesagt am 16. September 2001. Das Stadion Wilder Kaiser kam im neuen Glanz daher. Es bestand aus dem Hauptplatz mit Vereinsheim und Tribüne, vier Kabinen, Sanitärräumen, Parkplatz und Kinderspielplatz. Der besondere Stolz des Vereins war aber ein damals österreichweit einzigartiger Kunstrasenplatz.

Von Anfang an konnte das neue Stadion überzeugen und begeisterte die Sportler wie die Fans. Im Meisterschaftsjahr 2004-05 folgte der dritte Meisterschaftsgewinn der ersten Mannschaft in der 2. Klasse Ost. Aber nicht nur der Meisterschaftsbetrieb, auch viele Freundschafts- und Prominentenspiele wurden in der neuen Sportstätte gerne ausgetragen. Daneben fungierte das Stadion 2005 auch als Zieleinlauf des Koasa-Laufs und sorgte somit auch bei dieser Veranstaltung für einen würdigen Rahmen.

»Ohne die vielen freiwilligen Hände und der finanziellen Mithilfe wäre die Entwicklung unseres Vereines so nicht möglich gewesen.«

Christian Lang, Obmann SC Going

Kooperation und Spielgemeinschaft

Das Stadion ist in den vergangenen Jahren wiederholt Schauplatz von Trainingslagern internationaler Clubs (u. a. Moskau, Donezk, Stuttgart, HSV, Watford) gewesen. Aber auch der Nach wuchs hat sich im Sportclub gut entwickelt. Es sind um die 60 Nachwuchsfußballer aus Going im Spielbetrieb tätig. Durch die Kooperation und Spielgemeinschaft mit Söll und Ellmau kann ein Spielbetrieb in jeder Altersklasse gewährleistet werden. Neben der Kampfmannschaft und den Reserveteams sind aktuell fünf Nachwuchsmannschaften im Einsatz.
Zu Pfingsten ist auch der Cordial Cup, eines der größten Nachwuchsturniere in Europa, ein fixer Bestandteil im Fussballjahr des SC Going. Rund 3.000 Kinder und Jugendliche (U11/U13/U15) aus 20 Nationen kämpfen auch 2020 an mittlerweile zwölf Spielorten um die begehrten Trophäen. 2014 folgte der vierte und letzte Meistertitel in der 1. Klasse Ost und der damit verbundene Aufstieg in die Bezirksliga. Nach zwei lehrreichen Saisonen musste wiederum der Gang in die 1. Klasse Ost angetreten werden. Das sportliche Ziel: Wiederaufstieg in die Bezirksliga, dort ein fixer Bestandteil des Meisterschaftsbetriebs werden und den eigenen Nachwuchs bestmöglich ausbilden und fördern.

TEXT: Heiko Mandl FOTO: Eigenfoto

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